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Seemannsgarn: Traditionen und Bräuche rund ums Segeln

Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die Zeit und stellen euch drei der faszinierendsten Traditionen vor, die die Seeleute über Jahrhunderte hinweg begleitet haben.


Gute Seemannschaft bedeutet nicht nur, den Wind zu beherrschen und das Boot sicher zu steuern, sondern auch die alten Traditionen und Bräuche der Seefahrt zu kennen. Diese sind tief verwurzelt in der maritimen Kultur und verleihen dem Segeln einen ganz besonderen Charme.


Taufe von Schiffen Die Taufe von Schiffen ist eine der ältesten und bekanntesten Traditionen der Seefahrt. Schon in der Antike wurden Schiffe vor ihrer Jungfernfahrt getauft, um die Götter gnädig zu stimmen und das Schiff zu segnen. Dieser Brauch soll das Schiff und seine Besatzung vor Unheil schützen und ihnen Glück auf ihren Reisen bringen.

Heute ist es üblich, eine Champagnerflasche am Bug des Schiffes zu zerschlagen, um den Segen zu erbitten und das neue Schiff gebührend willkommen zu heissen. Der Name des Schiffes wird dabei oft mit grosser Sorgfalt ausgewählt, da man glaubt, dass er das Schicksal des Schiffes positiv beeinflussen kann. Ein traditionsreicher, kraftvoller Name soll dem Schiff Glück und Erfolg auf all seinen Fahrten bringen.


Die Seemannsbräute Eine weniger bekannte, aber ebenso faszinierende Tradition ist die der Seemannsbräute. In vielen Seefahrernationen war es üblich, dass die Seefahrer vor einer langen Reise eine symbolische Hochzeit mit ihrem Schiff eingingen. Diese "Ehe" sollte die Bindung des Seemanns zu seinem Schiff stärken und sicherstellen, dass das Schiff ihm treu bleibt und ihn sicher zurückbringt.

Dieser Brauch unterstreicht die tiefe Verbundenheit zwischen dem Seemann und seinem Schiff. Er symbolisiert das Vertrauen und die Hoffnung, die der Seemann in sein Boot setzt, sowie den Respekt vor den Gefahren des Meeres. Diese Tradition verdeutlicht, wie wichtig das Schiff für die Seeleute war – es war nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein treuer Begleiter und Beschützer.


Amulette und Talismane Amulette und Talismane spielen eine bedeutende Rolle im Leben der Seefahrer. Diese kleinen Glücksbringer sollen das Schicksal positiv beeinflussen und vor den Gefahren der See schützen. Ein besonders beliebter Talisman war der Albatros. Man glaubte, dass der Anblick dieses majestätischen Vogels gutes Wetter und eine sichere Rückkehr voraussagte.

Auch Tätowierungen hatten eine schützende Funktion. Ein Anker-Tattoo zum Beispiel symbolisierte Halt und Sicherheit, während andere Symbole wie der Stern des Nordens oder Meerjungfrauen als Glücksbringer galten. Diese Traditionen zeigen, wie stark der Glaube an Schutz und Glück im Leben der Seefahrer verankert war und wie sie sich auf die kleinen Dinge verliessen, um in der rauen und unberechenbaren Welt des Meeres zu bestehen.


Haben wir eine wichtige Tradition vergessen?

Es gibt noch viele weitere faszinierende Bräuche und Geschichten aus der Welt des Segelns. Welche wichtige Tradition haben wir ausgelassen? Schreibt uns in den Kommentaren, welche Bräuche ihr kennt oder welche Erlebnisse ihr mit dem Seemannsgarn verbindet.

 


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